Pflegebedürftige brauchen Kraft
Körperliche Leistungsfähigkeit von Bewohner*innen
Der Einzug in ein Pflegeheim impliziert Mobilitätseinschränkungen. 40 % der Menschen, die mobil sind, wenn sie in ein Pflegeheim einziehen, entwickeln innerhalb von 18 Monaten Mobilitätseinschränkungen. Heimbewohner weisen eine extrem niedrige körperliche Leistungsfähigkeit auf.
Bewohner*innen brauchen Krafttraining
Dem Verlust an Muskelmasse und an Knochenmasse muss vorgebeugt werden. Muskelkraft und insbesondere die Handkraft sagen voraus:
- Lebensqualität
- kognitive und körperliche Funktionsfähigkeit
- Mortalität
Eine Reduktion von 5 kg Griffkraft ist mit einer 16 %-igen Erhöhung der Sterbewahrscheinlichkeit assoziiert.
Dosiertes Krafttraining für Bewohner*innen
Effektivität steigt mit der Interventionsdauer. Deshalb sind anhaltende Konzepte wichtig. Krafttraining sollte progressiv gestaltet sein und mindestens 3 mal die Woche stattfinden. Es empfiehlt sich ein Training mit hohen Intensitäten. In Studien konnte hierdurch eine Verdreifachung der Kraftfähigkeit Hochbetagter beobachtet werden.
Krafttraining bei Demenzerkrankten
Studien mit Demenzerkrankten konnten zeigen, dass 5 Trainingseinheiten a 30 Minuten eine gute Effektivität aufweisen und decken sich damit mit den Nationalen Bewegungsempfehlungen. Gleichzeitig lässt sich in den Kontrollgruppen ein Kraftverlust beobachten.
Fazit
- Konditionelle Fähigkeiten sind auch bei Hochbetagten und Demenzerkrankten gut trainierbar
- Krafttraining hilft Pflegebedürftigen ihr Funktionalität und Gesundheit zu verbessern
- Insbesondere ist dabei hervorzuheben, dass das Training der ansonsten zu erwartenden Degeneration entgegenwirkt