Die sich stetig wandelnden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen bringen auch für die Sport-/Bewegungstherapie Herausforderungen mit sich. Der DVGS ist in diesem Kontext ein wichtiger Gestalter und Netzwerkpartner für die Erstellung und flächendeckende Umsetzung von qualitätsgesicherten verhaltensorientierten Bewegungsprogrammen. Um dieser Rolle gerecht zu werden bieten wir den Rahmenbedingungen angepasste Aus-, Fort- und Weiterbildungen.
Neue Rahmenbedingungen
Die Zunahme eines bewegungsarmen Lebensstils, die demografische Entwicklung, die Erhöhung des Grades an Multimorbidität oder die Ökonomisierung des Gesundheitswesen mit der Kostendämpfung bei der Qualitätssicherung sind einige der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die hohe Anforderungen an die Sport-/Bewegungstherapie und die TherapeutInnen stellen.
Gesundheitspolitisch haben die gesellschaftlichen Veränderungen eine Vielzahl von Entwicklungen nach sich gezogen:
- Bezahlung nach Fallpauschalen (Diagnosis Related Groups, DRGs)
- Bevorzugte Behandlung chronisch Erkrankter (Disease Management Programme, DMPs)
- Betriebswirtschaftliche Auslastung der Einrichtungen im Gesundheitswesen:
- Stationäre Einrichtungen bieten auch ambulante Abteilungen.
- Ambulante Einrichtungen öffnen sich für Selbstzahler (Fitnessklientel)
- Gesundheitszentren drängen in die Rehabilitation
- Krankengymnastische Praxen bieten zunehmend Prävention
- Akutkrankenhäuser bieten stationäre und ambulante Heilbehandlung sowie Gesundheitsförderung an
- es verschiebt sich die Trennschärfe zwischen Rehabilitation und Prävention
- es entsteht ein hoher Bedarf an mehrfachqualifizierten Bewegungsfachkräften.
Was bedeutet das für die Sport-/Bewegungstherapie?
Die Anforderungen an die moderne Sport-/Bewegungstherapie aber auch den Gesundheitssport sind stark angestiegen. Weg von passiven therapeutischen Verfahren müssen Sporttherapeuten heute ihre Patienten zur regelmäßigen, selbstgesteuerten Bewegung aktivieren und hin zu einer umfassenden Verhaltensänderung führen. Auch die Kostenträger sehen zunehmend die Bedeutung von Bewegung und Sport und erkennen die Bedeutung der Kopplung dieser Interventionen mit verhaltensorientierten Aspekten, aber auch die besondere Wirtschaftlichkeit der Sport-/Bewegungstherapie zunehmend an. Zudem wird gesundheitswissenschaftlich die epidemiologische Begründung und Evidenzbasierung der Sport-/Bewegungstherapie immer deutlicher.
DVGS ist Netzwerkpartner
Der Deutsche Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie e.V. (DVGS) ist in diesem Kontext ein wichtiger Gestalter und Netzwerkpartner für die Erstellung und flächendeckende Umsetzung von qualitätsgesicherten verhaltensorientierten Bewegungsprogrammen. Der Verband verfolgt dabei das Ziel, mit und für seine Partner Qualitätsraster zu erstellen und bei deren Umsetzung zu helfen. Dabei kann er für die Konzeption von Programmen auf sein Netzwerk an erfahrenen TherapeutInnen, SportwissenschaftlerInnen und ProjektentwicklerInnen, für die Durchführung auf qualifizierte Sport-/BewegungstherapeutInnen und für die Evaluation der Programme auf Partner an Hochschulen zurückgreifen.
DVGS bietet den Rahmenbedingungen angepasste Aus-, Fort- und Weiterbildung
Der DVGS ermöglicht damit Sport-/BewegungstherapeutInnen den jeweiligen Rahmenbedingungen angepasste Qualifizierungsmaßnahmen. So können beispielsweise SportwissenschaftlerInnen nach Ausbildungsabschluss diese benötigte Mehrfachqualifikationen in der Weiterbildung zum „Sport-/Bewegungstherapeut DVGS“ erlangen. Darüber hinaus bietet der Verband eine Vielzahl an Lizenzlehrgängen, mit denen sich Sport-/BewegungstherapeutInnen benötigte Zusatzqualifikationen aneignen können. Auch Auffrischungskurse, sogenannte Refresher, bieten den TherapeutInnen die Möglichkeit, ihr Wissen auf den aktuellen Stand zu bringen.
Wir stehen Ihnen gern mit Rat und Tat zur Seite!
Kontaktieren Sie uns

