Projekte

Stabeko

Weiterentwicklung und Implementierung einer kompetenzorientierten Bewegungstherapie zur Stärkung der bewegungsbezogenen Gesundheitskompetenz von Rehabilitand*innen

Das Projekt STABEKO widmet sich der „Weiterentwicklung und Implementierung einer kompetenzorientierten Bewegungstherapie zur Stärkung der bewegungsbezogenen Gesundheitskompetenz von Rehabilitandinnen“. Ziel ist es, moderne Bewegungstherapiekonzepte, die die individuelle Befähigung zur Initiierung und Aufrechterhaltung eines aktiven Lebensstils in den Fokus rücken, partizipativ weiterzuentwickeln und in den klinischen Alltag zu integrieren. Hierbei steht der enge Austausch zwischen Forschung und Praxis (Ärztinnen und Therapeut*innen) im Vordergrund.

Fördergeber
Deutsche Rentenversicherung Bayern Süd, Deutsche Rentenversicherung Bayern Nord

Programm
Bewegungstherapie, bewegungsbezogene Versorgungsforschung

Förderkennzeichen: /

Versorgung
Rehabilitation

Laufzeit: 01.09.2023 – 31.05.2027

Status: Laufend

Web: https://www.sport.fau.de/das-institut/forschung/bewegung-und-gesundheit/forschungsprojekte/stabeko/

Projektleitung: Prof. Dr. Klaus PfeiferProf. Dr. Gorden Sudeck (Universität Tübingen), PD Dr. Wolfgang Geidl

Projektmitarbeiter*innen:  Dr. Eva GrüneDr. Johanna PoppDavid Victor Fiedler (Universität Tübingen)


Partner

Orthopädische Klinik Tegernsee

Frankenlandklinik Bad Windsheim

Rehabilitationszentrum Passau/Bad Füssing

Als Fachverband fördert der DVGS e.V. die Bewegungsförderung in der Bewegungstherapie durch die Qualifizierung von Sport-/Bewegungstherapeuten und den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis.

Der Verband war maßgeblich an der Erarbeitung der Praxisempfehlungen (Projekt Pro-BT) beteiligt und hat so die fachlichen Standards für eine kompetenzorientierte, bewegungstherapeutische Versorgung mitgestaltet. Im Projekt STABEKO unterstützt der DVGS die Umsetzung und verantwortet einzelne Maßnahmen zur Implementation, um die Zielsetzungen der KTL erfolgreich in den therapeutischen Alltag zu überführen.

Die Bewegungstherapie hat in den letzten Jahrzehnten einen grundlegenden Paradigmenwechsel vollzogen. Während früher oft rein funktionelle Ziele wie die Steigerung von Kraft und Beweglichkeit im Vordergrund standen, ist heute die Förderung einer dauerhaften, gesundheitsförderlichen körperlichen Aktivität zum zentralen Kernbereich geworden. Im Mittelpunkt steht dabei die Förderung der bewegungsbezogenen Gesundheitskompetenz, um Rehabilitanden zu befähigen, ihre Gesundheit eigenverantwortlich durch Bewegung zu managen und Lebensstilveränderungen nachhaltig im Alltag zu verankern.

Dass dieser kompetenzorientierte Ansatz kein rein theoretisches Konzept ist, zeigt der Blick in die Klassifikation therapeutischer Leistungen (KTL) der DRV. In der aktuellen Fassung der KTL ist die Förderung der bewegungsbezogenen Gesundheitskompetenz im Kapitel der Sport- und Bewegungstherapie als klares Ziel benannt. Damit ist die Befähigung zu einem aktiven Lebensstil Bestandteil der Sport- und Bewegungstherapie fest definiert.

Dennoch zeigte die umfassende wissenschaftliche Untersuchung im Projekt BewegtheReha (Bestandsaufnahme der Bewegungstherapie in der medizinischen Rehabilitation in Deutschland), dass eine systematische, kompetenzorientierte Umsetzung in der Breite der Versorgung noch keine Selbstverständlichkeit ist. Es wurde deutlich, dass zwischen den wissenschaftlichen Forderungen und der klinischen Routine oft noch eine Umsetzungslücke besteht.

Ein wesentlicher Schritt in diesem Prozess war die Erarbeitung der „Praxisempfehlungen für die Bewegungstherapie“ (Pro-BT) im Auftrag der Deutschen Rentenversicherung. Der DVGS e.V. war maßgeblich an der Entwicklung dieser Empfehlungen beteiligt, in denen die wissenschaftliche Evidenz und die Anforderungen an eine kompetenz- und verhaltensorientierte Bewegungstherapie formuliert wurden.

STABEKO setzt an diesem Punkt an: Aufbauend auf den Praxisempfehlungen wird in diesem Projekt die konkrete Umsetzung und Implementation dieser Ansätze erprobt und realisiert. Die Effektivität der weiterentwickelten Bewegungstherapie wird evaluiert und ein Transfer- und Skalierungskonzept entwickelt, welches konkrete Umsetzungsstrategien für eine großflächige Implementierung einer kompetenzorientierten Bewegungstherapie in Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation sowie eine Disseminationsstrategie umfasst.